DIE UNSICHTBARE GEFAHR

Die Radioaktivität ist grundsätzlich ein natürliches Phänomen auch wenn der Einfluss der Zivilisation und deren künstlicher Radioaktivität immer mehr zugenommen hat.

Zu der ionisierenden Strahlung gehören: Alphastrahlung, Betastrahlung, Gammastrahlung.

Die gesundheitliche Relevanz der Radioaktivität und der ionisierenden Strahlung ist eine wissenschaftlich abgesicherte Tatsache. Biologische Risiken durch Radioaktivität entstehen auch bei kleinen Strahlendosen und überhaupt bei einem langen Zeitraum der Exposition.

Diese Strahlungen können wir leider nicht sehen, schmecken oder riechen.

RADON

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das sich im Boden durch den radioaktiven Zerfall von Uran bildet. Genauer betrachtet, entsteht Radon aus Radium-226, das wiederum das Zerfallsprodukt von Uran-238 ist.

Das Edelgas sammelt sich im Erdreich unter dem Haus und dringt in die Keller und Wohnungen durch die Mauern und durch verschiedene Schwachstellen ein (Risse, Kabelkanäle, Rohrführungen, Lüftungsschächte, Kamine, usw.).

Eine Radonmessung misst die Konzentration von Radongas in der Innenraumluft. Das Ergebnis wird in Becquerel pro Kubikmeter Luft ausgedrückt, Bq/m³. Der Jahresmittelwert ist die Durchschnittliche Radonkonzentration über ein Jahr gemessen.

Im Freien werden Radonkonzentrationen meist unter 10 Bq/m³ gemessen; in geschlossenen Räumen kann man hingegen Werte bis 500 Bq/m³ und selten bis auch 1000 Bq/m³ finden. Die WHO hat einen Richtwert von 100 Bq/m³ festgelegt; in der EU hat jedes Land seine eigenen Regeln. Die baubiologischen Richtwerte für Schlafbereiche (2015) sehen Werte über 200 Bq/m³ als „extrem auffällig“ vor. Für uns Baubiologen gilt grundsätzlich folgende Regel, welche die Aufenthaltsdauer der Personen in den Räumen berücksichtigt:

• Unter 100 Bq/m³ besteht kein Handlungsbedarf.
• Zwischen 100 und 200 Bq/m³ sollte man die Situation genauer untersuchen und eventuell versuchen, den Radongehalt durch einfache Maßnahmen zu senken (z.B. Lüften)
• Über 200 Bq/m³ sollten unbedingt Maßnahmen erwogen werden.

GEFAHR FÜR DIE GESUNDHEIT

Über die Atemluft gelangt Radon in die menschliche Lunge. Nach Rauchen stellt das radioaktive Gas Radon den zweitgrößten Risikofaktor für Lungenkrebs dar.

MESSUNGEN

ADSORPTIONSVERFAHREN

Am einfachsten lässt sich die Radon-Konzentration in der Raumluft mit einem so genannten passiven Detektor messen. Wir bieten verschiedene Möglichkeiten für jede Notwendigkeit an (z.B. 3-Tage Kurzzeit-Test, 3 Monate (1. Oktober bis zum 30. April – Heizperiode oder Test um die Abschätzung des Radonrisikos für ein geplantes Haus auf dem betreffenden Baugrund).

CORENTIUM PRO ARITHINGS

Bei Geotheric GmbH gibt es auch die Möglichkeit ein Radonmessgerät zu mieten, um kurze oder auch längere Messungen zur Ermittlung von Radonbelastungen vorzunehmen.

Das Messgerät Corentium Pro testet die Raumluft durch eine passive Diffusionskammer und berechnet mit Hilfe der Alphaspektrometrie die Radonkonzentration präzise. Radon wird mit Silizium-Photodioden detektiert, die die Energie von Alphapartikeln, die aus der Zerfallskette von Radongas resultieren, zählen und messen.

Das Gerät ist mit Referenzinstrumenten in akkreditierten Laboratorien kalibriert und AARST-NRPP und NRSB zertifiziert.

Die Standardabweichung vom exakten Radongehalt beträgt weniger als 7 % + 5 Bq/m3 nach 24 Stunden (US: 7 % + 0,12 pCi/L) und weniger als 5 % + 2 Bq/m3 nach 7 Tagen (US: 5 % + 0,05 pCi/L).

RADIOAKTIVITÄT IN BAUSTOFFEN / GEGENSTÄNDEN / EINRICHTUNGEN

Beim Bau kommen häufig Materialien wie Ziegel, Kies, Sand oder Beton und Kalksandstein zum Einsatz, die Strahlung abgeben können.

Vorsicht ist auch mit radioaktiven Gegenständen und Einrichtungengen geboten, wie zum Beispiel alte Uhren mit strahlenden Leuchtziffern, einige alte bunt glasierte Kacheln, Vasen, Kunstwerke, Porzellan, Uransteinchen des Mineraliensammlers, usw.).

Wir verfügen über einen Geiger Zähler. Das Gerät „Gamma-Scout Geiger Counter“ kann sowohl die Umgebungsstrahlung als auch die Strahlung, welche durch eine Kontamination der Materialien verursacht ist, messen.